Erstmals als Systemlieferant von Anlagen zur Herstellung von LFT-Compounds auf der K

Bensheim und Düsseldorf, 19. Oktober 2016 – ProTec Polymer Processing präsentiert sich auf der diesjährigen K als kompetenter Systemlieferant von maßgeschneiderten LFT-Anlagen mit Planung, Bau und Inbetriebnahme komplett aus einer Hand. Die Anlagen von ProTec dienen zum Herstellen hochwertiger langfaserverstärkter Thermoplaste (LFT) mit dem Pultrusionsverfahren. Selbst die materialtechnisch sehr schwierige Kombination von Kohlefaser mit PP ist mit diesen Anlagen prozesssicher realisierbar. ProTec entwickelt Materialkombinationen und Verfahren, anwendungsbezogen für Kunden. Hierfür steht eine umfangreich ausgestattete, vielseitige Pultrusionsanlage im Technikum der ProTec-Zentrale in Bensheim zur Verfügung.

Vielseitige Anlagentechnik für hochwertige LFT-Compounds

Die LFT-Anlagentechnik von ProTec eignet sich zur Herstellung einer breiten Werkstoffpalette mit unterschiedlicher Faserverstärkung in definierter Granulatlänge und unterschiedlichen Polymeren als Matrix. Die Anlagen können LFT-Granulate mit Fasergehalten bis zu 65 Gew.-% und Durchsätzen bis zu 1.000 kg/h herstellen. Alle gängigen Thermoplaste bis hin zu Biokunststoffen wie PLA (Polymilchsäure) können als Matrix dienen. Die Verstärkungsfasern sind Glas-, Stahl-, Carbon- oder Aramidfasern.

In der Praxis sind LFT-Werkstoffe mit Faserlängen von 7 mm bis 25 mm üblich. LFT mit Faserlängen in Granulatlänge ergeben im Spritzgießverfahren hoch belastbare Leichtbauteile mit zugleich sehr guter Oberflächenqualität, wie sie vor allem in der Automobil-Industrie gefordert wird. Für diese Anforderung lassen sich LFT-Pellets mit ca. 12 mm Faserlänge optimal verarbeiten.
Ein zentraler Anlagen-Baustein ist ein leistungsfähiger Doppelschnecken-Compoundierextruder. Individuelle Formulierungen der Polymermatrix sind sehr flexibel direkt im Prozess und in einer großen Bandbreite herstellbar. Recyclingmaterial und zusätzliche Füllstoffe lassen sich dabei ebenfalls in die Materialrezeptur einbinden. Das Imprägnierwerkzeug der LFT-Anlage, in dem die Faserstränge aufgespreizt und mit Polymerschmelze ummantelt werden, ist so ausgelegt, dass selbst bei Rezyklatanteilen von bis zu 10 % in der Schmelze eine hohe Imprägnierqualität der Faserfilamente prozessstabil erzielt wird. Die für die Abwicklung von Glas- und Kohlefasern benötigten unterschiedlichen Spulengatter stehen in der Pultrusionsanlage ebenfalls zur Verfügung. Die Faserspulen sitzen auf sogenannten Drehtellern, welche sich entsprechend des Spulendurchmessers automatisch mitdrehen und so das Verdrillen der Fasern beim Abspulen verhindern.

Die Anlagensteuerung bedient zentral die LFT-Anlage von ProTec mit allen Baugruppen. Liniengeschwindigkeit, der Durchsatz des Extruders und die Schnittlänge des Granulats sind variabel regelbar. Auch weitere, je nach Anwendung vor- und nachgeschaltete Zusatzfunktionen der Gesamtanlage lassen sich in die Steuerung integrieren, wie Systeme zum Trocknen, Fördern, Dosieren und Mischen der eingesetzten Materialkomponenten.

Die ProTec Polymer Processing GmbH mit Sitz in Bensheim, Deutschland, ist seit vielen Jahren anerkannter Partner der Kunststoffverarbeiter und Kunststofferzeuger. Das Leistungsportfolio umfasst Anlagen für effizientes Materialhandling von Kunststoffen, schlüsselfertige Anlagen für die Festphasen-Nachkondensation von Kunststoffen, Recyclinganlagen sowie Komplettanlagen für die Produktion von Langfaserthermoplasten (LFT-Pultrusionsanlagen). Als Unternehmen der Schoeller-Gruppe verfügt ProTec Polymer Processing über ein weltweites Vertriebs- und Servicenetz und bietet eine optimale Infrastruktur für umfassende Kundenbetreuung vor Ort.